FAQ

1) Warum gehen obdachlose Menschen nicht zum Arzt? Es gibt doch Ärzte, die kostenlos behandeln.

Ja, es gibt in Hamburg Arztpraxen, die Menschen ohne Papiere kostenlos behandeln. Allerdings gibt es dort  keine Augenärzte oder Optikermeister und keine Brillen.

2) Es gibt auch obdachlose Menschen, die eine Brille tragen. Brauchen die denn zwei Brillen?

Auch unter den wohnlungslosen Menschen, gibt es einige, die eine Brille tragen. Allerdings sehen die meisten Menschen dadurch nicht mehr deutlich, weil sie schon sehr lange nicht mehr bei einem Optiker oder Augenarzt gewesen sind. Viele Menschen benötigen im Alter zusätzlich eine Lesebrille, da sich das Auge verändert.

3) Warum gehen die Leute nicht einfach zu einem Optiker und lassen ihre Augen überprüfen?

Diese Menschen haben eine große Scheu, andere um Hilfe zu bitten. Außerdem ist es ihnen oft unangenehm mit ihrem Aussehen und der Tatsache, dass sie kein Geld besitzen, ein solches Geschäft zu betreten. Ein weiterer Grund ist, dass die meisten wohnungslosen Menschen nicht krankenversichert sind und deshalb auch kein Augenarztbesuch möglich ist.

4) Wo kann ich meine gebrauchten Brillen sonst noch abgeben?

Z.B. in jeder Filiale unseres Kooperationspartners Optiker Bode, oder bei  einem unserer anderen Partner (siehe Partner) in Hamburg. Hier kennen die Mitarbeiter das Projekt „Mehrblick“ und geben Ihre abgegebenen Brillen an die Zentrale weiter. Dort werden sie gereinigt und neu vermessen. Sobald wieder neue Brillen für die Sprechstunde benötigt werden, holt Christiane Faude-Großmann die Brillen dort ab.

5) Gibt es das Projekt „Mehrblick“ auch in anderen Städten?

Ja, ab 2017 wird es auch in anderen Städten Norddeutschlands vertreten sein.